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FAQ

Kopien & Scans
Ist es erlaubt, fremde Inhalte in meinen Onlinekurs einzustellen?
Das Einstellen von Inhalten auf einer Lernplattform gilt als „öffentliche Zugänglichmachung“ bedarf grundsätzlich der Einwilligung des Urhebers/der Urheberin oder anderer Rechteinhaber (z. B. eines Verlages).

Sind allerdings die Voraussetzungen des § 60a UrhG erfüllt (SCHRANKENREGELUNGEN), können Sie bis zu 15% eines Werkes für die Lehre nutzen. Zudem können Sie Abbildungen, Artikel aus Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Zeitschriften, vergriffene Werke sowie Werke mit geringem Umfang vollständig nutzen. Angaben zum Urheber bzw. zur Urheberin und der Originalquelle müssen stets erfolgen.
Beachten Sie, dass auch ein zeitlicher Bezug zur Lehrveranstaltung bestehen muss. Es dürfen keine urheberrechtlich geschützten Inhalte „archiviert“ und verlinkt werden. Die Inhalte dürfen stets nur dem jeweiligen aktuellen Kurs verfügbar sein.
Kann ich einzelne Seiten aus dem Lehrbuch einscannen und in meinem Kurs zur Verfügung stellen?
Ja, aber nur unter den Voraussetzungen des § 60a UrhG können Sie die Scans ihrem Kurs auf ILIAS zur Verfügung stellen (siehe: SCHRANKENREGELUNGEN). Die Scans dürfen jedoch nur bis 15 % eines Lehrbuchs umfassen.  Beachten Sie zudem,  dass der Urheber/die Urheberin genannt wird.

 
Verwendung von Bildern, Audio- und Videodateien
Darf ich Fotos/Bilder, die ich im Internet gefunden habe, in meine E-Learning-Materialien einbauen?
Sind die Bilder für das Verständnis des Textes erforderlich, können diese im Rahmen des Zitatrechts (§ 51 UrhG) (siehe: SCHRANKENREGELUNGEN) frei verwendet werden. Stets ist eine Quellenangabe erforderlich.
Wenn ich Audio- oder Videodateien in meinem Kurs bereitstellen möchte, was muss ich beachten?
Bei der Einbindung von Audio- und Videodateien, aber auch bei Bildern, sollten Sie grundsätzlich von einem urheberrechtlichen Schutz der Inhalte ausgehen. Unter den Voraussetzungen des § 60a UrhG können die Inhalte aber den Studierenden auf ILIAS zugänglich gemacht werden (siehe: SCHRANKENREGELUNGEN). Allerdings ist stets die Quelle anzugeben.

Finden sich die betreffenden Dateien frei im Internet zugänglich, wird zur Vermeidung urheberrechtlicher Konflikt empfohlen, auf diese Inhalte lediglich zu Verlinken. Auf einen Download der Dateien und eine anschließende Speicherung auf ILIAS ist zu verzichten.

Bei Zweifeln an der Rechtmäßigkeit der betreffenden Inhalte sollten Sie ganz auf eine Verwendung zu Unterrichtszwecken verzichten und auch von einer Verlinkung Abstand nehmen.

Zum Thema „Verlinken“ finden Sie auch hier im FAQ wichtige Hinweise!
Wo bekomme ich Bilder, die ich frei für meine Lehre nutzen kann?
Unter den Voraussetzungen des Zitatrechts (§ 51 UrhG) (siehe: SCHRANKENREGELUNGEN) können Sie urheberrechtlich geschützte Bilder verwenden. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, können Bilder „freier“ Datenbanken verwendet werden. Es gibt eine Vielzahl nicht kostenpflichtiger Datenbanken im Internet, die Bilder zur freien und kostenlosen Verwendung anbieten (zu nicht kommerzielle Zwecke). Häufig werden dabei Creative-Commons-Lizenzen verwendet. Bilder auf Wikipedia sind z. B. danach lizensiert.

Über Bilddatenbanken wie Pixabay kann man zudem gemeinfreie Fotos und Vektorgrafiken herunterladen. Die Urheber geben über die Creative Commons Verzichtserklärung (CC0) die Nutzungsrechte ihrer Bilder frei.
Verlinken
Was muss ich beim Verlinken von Internetseiten beachten?
Generell sollte bei Verlinkungen stets der Urheber bzw. die Urheberin aus dem Verweis klar hervorgehen. Empfehlenswert ist es den Link in einem neuen Fenster öffnen zu lassen und die Links regelmäßig auf Aktualität zu überprüfen.[1]
Reicht eine URL als Quellenangabe aus?
Nein. Es wird empfohlen zudem den Name des Verfassers/der Verfasserin, Titel des Werkes, Verlag und das Datum des Aufrufs der Quelle anzugeben.
Was sollten meine Quellenangaben beinhalten?
Eine Quellenangabe muss den Urheber/ die Urheberin namentlich vollständig aufführen, den Titel des Werkes, Herausgeber, Verlag, Erscheinungszeitpunkt und -ort aufführen. Je nach Art des Werkes sollten auch mögliche Auflagen genannt und Seitenzahlen angegeben werden.
Screenshots
Darf ich Screenshots in meinem Kurs einstellen?
Auch Screenshots können eine allein dem Urheber bzw. der Urheberin zustehende Vervielfältigung darstellen und dürfen nicht verwendet werden. Das gilt allerdings nicht, wenn die Voraussetzungen des § 60a UrhG vorliegen (siehe: SCHRANKENREGELUNGEN).
Datenträger
Darf ich urheberrechtlich geschütztes Lernmaterial auf USB-Sticks oder anderen Datenträgern meinen Kursteilnehmenden aushändigen?
Nein. Durch die „körperliche Fixierung“ (Speichern des Materials auf einem externen Datenträger) eines urheberrechtlich geschützten Werkes findet eine Vervielfältigung statt, die der Zustimmung der Rechteinhaber bedarf. Die Schranke des § 53 UrhG greift hier nicht.
Hausarbeiten Studierender
Darf ich Hausarbeiten meiner Studierenden für spätere Veranstaltungen nutzen?
Hausarbeiten genießen urheberrechtlichen Schutz, sofern diese einen ausreichenden Grad an geistiger Schöpfung besitzen, wovon bei bestandenen Arbeiten stets auszugehen ist. Sie müssen also in diesem Falle eine Einverständniserklärung der Verfasserin/des Verfassers einholen, der Ihnen die besagte Verwendung gestattet. Einverständniserklärungen können auch mündlich erfolgen und jederzeit widerrufen werden.
Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen durch Studierende
Dürfen Studierende meine Lehrveranstaltung ohne meine Zustimmung digital aufzeichnen?
Nein. Nur wenn Sie einer Aufzeichnung zustimmen, dürfen Studierende Ihre Veranstaltung digital aufnehmen.
E-Books
Darf ich E-Books in ILIAS einstellen?
In ILIAS dürfen Sie keine E-Books einstellen. Sie können aber Verlinkungen setzen, wenn die betreffenden E-Books auf anderen Internetseiten oder in Online-Katalogen der Hochschule zugänglich sind.
YouTube-Videos
Darf ich YouTube-Videos in ILIAS zur Verfügung stellen?
Sie dürfen auf YouTube-Videos verlinken.
Es ist lediglich die „bestimmungsmäßige Nutzung“ von YouTube gestattet. Darunter fallen nur das Ansehen der Videos im Streamingverfahren und deren Verlinkung. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von YouTube gestatten ausschließlich das Ansehen der Videos via Internet-Stream; die Clips dürfen nicht gespeichert, also auch nicht mit Hilfe einer Software aus dem Netz heruntergeladen und anderweitig zugänglich gemacht werden. Unabhängig davon stellt das Herunterladen von YouTube-Videos eine Vervielfältigung dar, die in Rechte des Urhebers eingreift. Eine solche Vervielfältigung ist nicht von der Schranke des § 53 UrhG (sog. Privatkopie) gedeckt, da der betreffende Dozent das Video nicht zu privaten Zwecken, sondern zu beruflichen Zwecken (Lehre) nutzen würde.
Auch im Unterricht dürfen YouTube-Videos aus den besagten Gründen ausschließlich über das Internet gezeigt werden.
Sollten Sie zu Lehrzwecken auf Videos verlinken, die strafbare Inhalte zeigen, sollten Sie darauf hinweisen und sich deutlich von den Inhalten distanzieren.
 
Eine weitere Möglichkeit ist das Einbetten von YouTube-Videos mittels <iframe>.
Das Einbetten mit Hilfe der Framing-Technik von fremden Inhalten, die bereits zuvor öffentlich gemacht wurden, kann aus urheberrechtlicher Sicht als Verlinken angesehen werden, so dass in der Regel nicht gegen das Urheberrecht verstoßen wird. Die Einbettung darf mit keiner anderen Technik als Framing erfolgen und kein neues Publikum darf hiermit erreicht werden (z. B. bei Videos die zuvor nur einen eingeschränkten Kreis erreichten), andernfalls liegt eine Verletzung des Urheberrechts vor.
Betten Sie Videos ein, die rechtwidrig auf YouTube eingestellt wurden, besteht die Gefahr, dass Sie als Mitstörer haften.
 
Beachten Sie, dass Sie bei Material, das eindeutig rechtswidrig ist, weder verlinken noch einbetten dürfen!
 

 
Interessante Weblinks zu diesem Thema:
 
Kreutzer und Weitzmann: Youtube und Co.: Darf ich Videos in meine Webseite einbetten (Kreutzer & Weitzmann) (https://irights.info/artikel/darf-ich-videos-von-youtube-in-meine-webseite-einbetten/11813) [letzer Zugriff am 06.04.2018].

Kreutzer und Pachali: Inhalte einbetten: Was genau erlaubt der Europäische Gerichtshof? (https://irights.info/artikel/inhalte-einbetten-was-genau-erlaubt-der-europaeische-gerichtshof/24277) [letzter Zugriff am 06.04.2018].

Pachali: EuGH-Beschluss: Einbetten fremder Inhalte verletzt in der Regel keine Urheberrechte (Update). (https://irights.info/artikel/bericht-zu-eugh-beschluss-einbetten-fremder-inhalte-verletzt-in-der-regel-keine-urheberrechte/24154). [letzter Zugriff am 06.04.2018].

[1] vgl. Universitätsallianz Ruhr, UA Ruhr 2014

Dernière édition: 29. Nov 2018, 11:26, Kaunat, Katharina [v039430]


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